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Wolfgang und ich gehen fast jedes Wochenende
Samstag und Sonntag mit unseren Nordic-Walking Stöcken zwischen 5 und 15
km. Auch gehe ich mit Marianne und unserer Assia fast jeden Abend die so
genannte Hunderunde von ca 2 km. Relativ wenig wenn man an die zu
erwartenden km denkt. Aber auch im Internet bei Google kann man viel
erfahren, wenn man einfach nur Jakobsweg eingibt.
Wichtig sind auch die ganzen Informationen die man von den ehemaligen Pilgerreisenden erhält. Am Besten wird es sein, mit seiner Kondition sehr sparsam umzugehen. Morgens früh weggehen, da ist es noch kühl und Mittags eine längere Pause machen. Dann wieder weitergehen aber nur so lange es einem gut tut. Noch am Nachmittag ausrasten und dann schlafen, damit am nächsten Morgen die Lust des Gehens wieder da ist. 31.5.2008 Abfahrt zu Hause um 07:50. Hannes, Marianne, Wolfgang und ich. Marianne wird bei Leiner abgeliefert, Bussi gute Wünsche und fest drücken. Um 09:00 werden von Hannes in Paudorf ein paar Fotos von uns gemacht und schon geht's los - Abmarsch. Über einen schönen Feldweg, dann auf der Strasse sehen wir immer vor uns das Stift Göttweig. An der Rezeption nach einem netten Gespräch bekomme ich den ersten Stempel, darf ihn selbst auf meinen Pilgerpass aufdrücken. Dann gehen wir gleich weiter durch das Kloster zum Platz vor der Kirche, wo gerade für eine Feldmesse aufgebaut wird. Thema "Starke Frauen" Dann ein Stück an der Stiftsmauer entlang Richtung Furth. Laut Karte links abbiegen, komisch, durch einen Brennnesselweg aber probieren wir es. Es war der falsche Weg. Auf den richtigen Weg kamen wir etwas später nachdem wir uns auf die Stöcke verlassend sicher den Steilhang hinunter abstützten. Mein beleidigtes linkes Knie hat es gut überstanden. Durch Furth, dann links zwischen die Weingärten durch bis nach Mautern. Ein Gasthaus oder ein LeMiLa (Lebensmittelladen) wäre ein Geschenk. Nach einer guten Stunde ein Spar und noch 10 Meter näher ein Billa. Also zum Billa. Vor der Kasse stellte ich den Rucksack ab. Mir ist als wenn ich Fliege, so leicht bin ich. Einkaufswagerl geholt und 2 Weckerl, 18 dkg Käsewurst, dkg Schimmelkäse und 1 1/2 Liter Flasche Emotion, bezahlt, Rucksack wieder rauf und in das gegenüberliegende Buswartehäuschen gegangen. Der Boden voll mit Erdnussschalen, alles verdreckt und verstaubt. Da werden Wartehäuschen gebaut, dass die Menschen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren sollen. Hier sollte man einmal nachdenken, ob man einmal die Woche einen Reinigungstrupp vorbeischicken könnte. Wolfgang sucht noch einen schöneren Platz, vielleicht im anschließenden Beserlpark. Der Boden ist zwar reiner aber ohne Bank. Also besser hier als noch 10 Schritte gehen und dann am Boden sitzen. Wer weiß ob ich mit meinem Rucksack da wieder auf die Beine komme? Ab Mautern gibt es dann eine gute Beschilderung. Gelber Wegweiser "Österreichischer Jakobsweg" mit Spitze Richtung Santiago de Campostella mit Zusatzschild "Maria Langegg 4 Std.", also weiter. Bergauf habe ich mit 21 kg Gepäck am Rücken ganz schöne Konditionsschwierigkeiten. Es ist ja nur ein Trainingstag zum Abchecken was ist notwendig und was entbehrlich. Also das Kochgeschirr und der Kocher mit den Gasflaschen bleibt zu Hause. Das Zelt ist auch schwer, es hat zwar nur 2 kg, aber auch die müssen getragen werden. Ich denke an einen zweiten Probetagmarsch von Maria Langegg nach Melk. Beim 120-jährigen Jubiläum von unseren Freunden den Schulte´s in Krefeld traf ich am Sonntag, 1.Juni 08 einen Mann, der durch Südamerika gewandert ist und er meinte 10 kg sind genug, lass es zu Hause du brauchst es nicht. Gut ist eine Plastikplane wenn es regnet als Unterlage und Abdeckung. Einige Leute raten mir das Buch von Hape Kerkeling, "Ich bin dann mal weg. Meine Reise auf dem Jakobsweg" zu lesen. Im Bahnhofsbuchladen in Düsseldorf habe ich es mir gekauft und bei der Heimfahrt mit dem ICE gleich gelesen. Hallo und Grüß Gott. Man trifft Leute am
Weg, grüßt, spricht ein paar ermunternde Worte zum Tag oder zur Arbeit
die gerade vollbracht wird. Die Leute sind freundlich und neugierig und
einige laden Dich ein, ein Gläschen mit ihnen zu trinken oder ob wir
Durst haben. Müssen leider ablehnen, haben erst in Mautern zu Mittag
gegessen und auch getrunken. Außerdem sollen wir ja auch den Tag nutzen.
Wohin wir gehen, wir gehen den Jakobsweg, heute ist der erste Testtag,
die Gesamtstrecke gute 3100 km. Am 22. Juni geht´s dann echt los. Liebe
Wünsche, viel Erfolg, wir gehen weiter. Duschen, packen und Wolfgang bringt
Marianne und mich zum Zug Richtung Düsseldorf. Nächsten Morgen
angekommen wartet bereits Hubertus Menne am Bahnsteig. Das war eine
Wiedersehensfreude, er bringt uns dann ins Hotel nach Krefeld. Kurzes
saubermachen, umziehen und dann einen km zum Designstudio gehen. Die
Bewegung tut gut. Habe einige ehemalige Berufskollegen getroffen, die
sich freuten dass wir hierher gekommen sind. Es war ein wunderschönes
Fest, das uns immer in bester Erinnerung bleiben wird. Wenn es neue Erkenntnisse gibt schreibe ich weiter. Schauen Sie wieder vorbei, ich freue mich Sonnige Grüße Johann Sandler |
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